SKINS K-PROPRIUM LONG TIGHTS im Test

SKINS K-Proprium Compression Tights - #KProChallenge - www.sebastianrennt.deSKINS K-Proprium Compression Tights - #KProChallenge - www.sebastianrennt.de

„Kennst du eine Kompressionshose, kennst du alle“,  dachte ich. Zumindest bis vor gut einem Monat als die SKINS K-PROPRIUM LONG TIGHTS in meinem Briefkasten ankam. Neugierig nahm ich die Hose aus der Packung, auf der in dicken Lettern „THIS PRODUCT IS NOT FOR EVERYONE“ stand. Verpackungen können die bei SKINS. Ob sie dort auch die Kompressionshose neu erfunden – oder zumindest verbessert – haben, könnt ihr im folgenden Beitrag lesen.

SKINS K-Proprium Compression Tights - Verpackung - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights – Verpackung – www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Compression Tights - Verpackung - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights  – Verpackung – www.sebastianrennt.de

Erster Eindruck

Die größte Schwierigkeit bei Kompressionskleidung ist meist das Anziehen. Warum sollte das hier anders sein? Zweite Haut wäre untertrieben und Wurst in der Pelle wiederum übertrieben. An den Füßen ist die Hose recht eng und das Material gibt dort nur sehr wenig nach. Das macht das Anziehen etwas mühsam. Das Design in Würfeloptik ist etwas gewöhnungsbedürftig, gefällt aber trotzdem ganz gut.

Die Kompression der Hose ist am gesamten Unterkörper deutlich spürbar. Meine A400 3/4 Tight hat eine ähnlich starke Kompression, hat aber keine „Laminar Bands“, die eine Besonderheit der Hose darstellen. Die „Laminar Bands“ sollen die Propriozeption (Tiefensensibilität) unterstützen und somit vorzeitiger Ermüdung vorbeugen und eine daraus resultierende Verletzungsgefahr reduzieren.

Die Bänder verlaufen deutlich sichtbar an den Außen- und Vorderseiten der Oberschenkel und Unterschenkel, um die Knie sowie die hinteren Unterschenkel. Die Unterschenkel werden dabei in einer Art U-Form durch die Bänder eingefasst. Während der farbige Hauptstoff recht dünn und weniger fest ist, ist das Material der Bänder extrem zugfest und komprimiert/stützt die Muskulatur deutlich.

SKINS K-Proprium Compression Tights - Bund - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights – Bund – www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Compression Tights - Knie - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights – Knie – www.sebastianrennt.de

Ein besonders breites Band befindet sich im Bereich der Lendenwirbel. Das fühlt sich zunächst ungewohnt an, vermittelt aber ein sehr sicheres und stützendes Gefühl in diesem Bereich. Generell ist die Hose deutlich höher geschnitten als herkömmliche Laufhosen.

SKINS K-Proprium Compression Tights - Bund hinten - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights – Bund hinten – www.sebastianrennt.de

Reflektoren sind an vielen Stellen zu finden. Das war einer der wenigen Kritikpunkte, die ich schon bei vorherigen Tests angemerkt hatte. Schön, dass hier nachgebessert wurde. Allerdings suche ich nun verzweifelt eine Tasche an der Hose. Ich melde mich, wenn ich eine gefunden habe.

SKINS K-Proprium Compression Tights - Detail Fuß - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights – Detail Fuß – www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Compression Tights - Fuß II - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights – Fuß II – www.sebastianrennt.de

Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. So extrem sauber verarbeitete Sportbekleidung findet man selten.

SKINS K-Proprium Compression Tights - Nähte - www.sebastianrennt.de

SKINS K-Proprium Long Tights – Nähte – www.sebastianrennt.de

Im Einsatz

Ich bin mit der Hose bislang circa 45 Kilometer gelaufen. In der Regel war das meine Hausrunde mit 10 km. Ein Test über längere Strecken steht somit noch aus. Das liegt vor allem daran, dass es für Läufe in der Hose zu kalt war. Die Bereiche mit den „Laminar Bands“ halten Wind und Kälte zwar gut fern, aber das Material zwischen den Bändern ist sehr wind- und kältedurchlässig. UV-Strahlung wird aber dank des eingebauten Sonnenschutzes ferngehalten. Also recht passend, wenn es Frühling wird und die Temperatur wieder etwas deutlicher über dem Nullpunkt liegen.

Beim Laufen

Die Muskelunterstützung der Hose spürt man schon bei den ersten Schritten, da die Hose die Muskeln des Unterkörpers wie ein weiches Korsett einfasst. Besonders deutlich konnte ich die Unterstützung an den Knien, den Außenseiten der Oberschenkel und an der Rückseite der Unterschenkel spüren. Der leichte Druck des Bandes im Lendenwirbelbereich bewirkt bei mir, dass ich mich beim Laufen viel bewusster aufrichte und – zumindest gefühlt – eine bessere Haltung beim Laufen einnehme. Zudem werden, wie üblich, Muskelvibrationen deutlich minimiert.

Bei Calisthenics

Auch hier ist die Unterstützung der Muskulatur durch die Hose zu spüren. Besonders spürbar ist sie auch bei Übungen wie den Pistol Squats (einbeinige Kniebeuge) und regulären Squats (Kniebeugen). Auch bei statischen Übungen wie der Planke ist der stabilisierende Effekt deutlich spürbar. Bei Liegestützen kommt der stabilisierende Effekt des breiten Bundes zum Tragen, der auch hier aus meiner Sicht zu einer besseren Gesamthaltung beiträgt.

Fazit

Die Entwickler haben bei der Hose viel richtig gemacht. Die SKINS K-PROPRIUM LONG TIGHTS stützen die Muskulatur an vielen wichtigen Stellen und betten die Muskulatur in ein festes Netz ein. Besonders gut gefällt mir der Bund im Rückenbereich, der mich stetig daran erinnert, an die Haltung zu denken. Ebenso gut gefällt mir die Muskelunterstützung im Bereich der Unterschenkel. Die Kompression ist dort so stark, dass ich im Prinzip auf Kompressionssocken beim Lauf verzichten kann. Zur Info: Ich trage die Hose in der Größe M bei einer Körpergröße von 178 cm und einem Gewicht von circa 72,5 Kilogramm.

Nach dem ganzen Zucker nun die Zitrone: Eine Tasche konnte ich auch nach einmonatiger Suche nicht finden. Im Gym mag das vielleicht irrelevant sein, aber eine Laufhose braucht zumindest eine kleine Tasche für Schlüssel oder sonstigen Kleinkram. Das Anziehen ist aufgrund der sehr engen Füße etwas mühsam. Schnell reinschlüpfen ist also nicht.

Über den Preis der Hose kann ich derzeit noch nichts sagen, da mir keine zuverlässige Info vorliegt. Die Info reiche ich nach. Ebenso wird es ein Update nach dem Test auf längeren Distanzen geben. Erhältlich sind die SKINS K-PROPRIUM LONG TIGHTS ab Februar 2017.

Eine Notiz für die Transparenz: Die SKINS K-PROPRIUM LONG TIGHTS wurde mir für den Produkttest von SKINS kostenlos zur Verfügung gestellt. Das Testergebnis spiegelt ausschließlich meine persönliche Meinung wieder. Die Kooperation mit SKINS hatte keinen Einfluss auf das Testergebnis.

SKINS K-PROPRIUM LONG TIGHTS

SKINS K-PROPRIUM LONG TIGHTS
9.375

Verarbeitung

10/10

    Passform

    9/10

      Kompression

      10/10

        Design

        9/10

          Positiv

          • Kompression allgemein
          • Kompression Wadenbereich
          • Stabilisation Lendenwirbelsäule
          • Reflektoren

          Negativ

          • Fehlende Tasche
          • Enge Füße
          Kategorie Produkttests

          Hallo! Mein Name ist Sebastian (@sebastianrennt). Ich bin 35 Jahre alt und mache NICHTS mit Medien. Ende 2013 entdeckte ich meine Leidenschaft fürs Laufen und bin seither infiziert vom Lauffieber. Laufen gibt mir ein befreiendes Gefühl und macht mich glücklich. Jeder Kilometer mehr in den Beinen macht mich ein Stück freier und lässt den Stress des Alltags verschwinden.

          9 Kommentare

          1. Pingback: SKINS K-Proprium Tights › K-Proprium, Kompression, kprochallenge, SKINS, Test, Tight, Tights › runomatic

          2. An die Tasche habe ich bei meinem Test gar nicht gedacht. Die Hose ist so „anders“, dass ich dieses Feature völlig ausgeblendet habe.
            Wahrscheinlich musste sie dem Band um die Hüfte geopfert werden.

            • Seitdem ich nur noch mit minimaler Ausstattung unterwegs bin, gewinnen solche Details mehr an Bedeutung. Ich habe zwar eine schicke Tasche, aber die würde wohl auch im Verlaufe der Zeit die Hose ruinieren.

          3. Die normalen SKINS Tights haben ja hinten so eine Minitasche, die aber für einen Schlüssel reicht. Hosen ganz ohne Aufbewahrungsmöglichkeit finde ich beim Laufen auch wenig sinnvoll.

            • Ist vielleicht für andere Aktivitäten als Laufen okay, aber beim Laufen? Gab aber direkt eine Rückmeldung von Skins. Die fehlende Tasche ist wohl von vielen Bloggern angemerkt worden.

          4. Wenn sie erst einmal sitzt, sitzt sie. Ich lieb meine KPro ja wirklich und würde es ein zweites Design geben, würde ich sie mir noch einmal zulegen. Heute erst wieder auf dem Laufband getragen und kam super damit durch. Das Gefühl ist einfach herrlich in ihr. Vor allem auch nach dem Training zur Regeneration mag ich sie sehr. Was ich sehr interessant finde, die Füße sitzen bei den Mädels soweit ich bis jetzt sah, total locker. Also der Bereich um die Knöchel ist bei unser weiter.

            Ich habe auf einigen Seiten gelesen, dass sie um $200 kosten soll. Bin gespannt, für was sie hier erhältlich sein wird.

            • Der Knöchelbereich ist wirklich ein neuralgischer Punkt. Mittlerweile geht es mit dem Anziehen recht rund, aber einfach anzuziehen ist die Hose wirklich nicht.

              Ich habe die Hose mittlerweile in ein paar Shops in Deutschland gesehen. Die Preise bewegen sich zwischen 160 und 229 Euro. Ich bin auf den offiziellen Launch in Deutschland wirklich gespannt. Mal abwarten 🙂

          5. Servus, danke für den interessanten Test. Eine Frage: bietet diese Laufhose einen Mehrwert im direkten Vergleich zu A400?
            Gruß, H

            • Hi Harald, ich hab nur die 3/4 Variante der A400. Die KPro hat insgesamt mehr Kompression und ist deutlich höher geschnitten. Die Stabilisierung im Bereich der LWS und Kompressionsstreifen sind wohl die größten Unterschiede. Mir gefällt sie besser als die A400, aber für den Preis der KPro bekommst du die A400 zweimal. Grüße

          Schreibe einen Kommentar

          Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.